Und zum Schluss...
Schöne Weihnachten an alle LeserInnen dieses Blogs und bis 2007
Gruss
Euer Umweltmanagement Team
Datenautobahnen können mehrere % des schweizerischen CO2-Ausstosses ersetzen
Die Herausforderung Klimaschutz scheint als Ganzes kaum lösbar. Wir können jedoch Perspektiven und Handlungsansätze aufzeigen, wenn wir die CO2-Lawine genauer betrachten. Gemäss dem
Bericht der Schweiz zuhanden des Kyotoprotokolls verursacht der Verkehr 34% der Schweizer Treibhausgasemissionen.
Die Ursachen für diesen Verkehr sind gemäss einer
deutschen Studie folgende:
Als Swisscom haben wir das Privileg, die grössten Datenautobahnen der Schweiz betreiben zu dürfen. Wie können die Datenautobahnen nun die normalen Autobahnen entlasten? Hier eine Liste nach Verkehrszwecken:
- Pendlerverkehr (20%): Teleworking: per Telefon, Videoconference, Fernzugriff auf Mails und Server
- Ausbildungsverkehr (5%): E-Learning-Systeme
- Geschäftsreisen (16%): Tele-, Web- und Videoconferencing erlauben es, von fern zusammenzuarbeiten
- Einkaufsverkehr (12%): E-Shopping wie z.B. von
Migros ,
Coop
- Freitzeitverkehr (39%): Home-Entertainment durch Bluewin TV mit Angeboten wie z.B. Video-on-demand, die es erlauben, zu Hause ein attraktives und zeitunabhängiges Unterhaltungsangebot zusammenzustellen
- Urlaubsverkehr (8%): Seiten wie
Schweiz Tourismus zeigen einem die ernormen Möglichkeiten der Schweiz auf: vom Sandstrand im Seeland bis zu den Berggipfeln.
Brave new world mögen die einen denken. Natürlich ist entscheidend, wie häufig diese Dienste eingesetzt werden. Aber ein Potenzial für den Ersatz von mehreren % des schweizerischen CO2-Ausstosses ist klar vorhanden.
Res
Ja fahren denn die nicht Snowboard?

Legende: Kein Schnee in Sicht...
Nicht nur bei uns im Blog ist die Klimaerwärmung zur Zeit DAS Thema. Auch 20minuten hat sich dem hausgemachten Klimaeffekt angenommen. Knapp und knackig ist das Thema in einer eigenen
Infothek dar gestellt.
Es ist aber nicht so, dass es keine guten Nachrichten gibt. In Basel wird so energisch an der Nutzbarmachung von
Erdwärme geforscht, dass es rumpelt. Und auch die
Bauern geben ziemlich Gas und das erst noch klimaneutral. Bezüglich der längerfristigen Prognosen sieht’s also gar nicht so schlecht aus.
Mittelfristig sehe ich jedoch einige Wolken. Denn es werden für die Deckung des Energiebedarfs von Repräsentanten der Energiewerke Gaskraftwerke verlangt. Und da der Stromverbrauch weiter zunimmt wohl auch
gebaut. Gaskraftwerke sind wahre CO2-Schleudern und torpedieren somit die CO2-Reduktionsziele – auch diejenigen von Swisscom.
So wird denn das
Chicken Jam auch in den nächsten Jahren wegen Schneemangels einen neuen Austragungsort suchen müssen.
Michael

Wie jedes Jahr zur Vorweihnachtszeit
Zur Zeit warten die Wintersportler verzweifelt auf
Schnee, wobei die einen die zu warme Jahreszeit auf die menschgemachte Klimaerwärmung zurückführen und die anderen darauf hinweisen, dass es das immer schon gegeben hat. Sicher ist, dass in Kürze die
Schwebestaubbelastung Thema Nr. 1 sein wird und die Politiker darüber streiten werden, ob nun nur noch 80 km/h auf den Autobahnen gefahren werden darf und ob nicht doch die Traktoren diesbezüglich die grössten Dreckschleudern sind.
Aber das Fazit ist immer dasselbe: Wir würden ja gerne was tun, aber wir können uns die Umweltsparmassnahmen einfach wirtschaftlich nicht leisten. Da bringt der kürzlich publizierte Stern-Bericht, der im Auftrag des britischen Premierministers erstellt wurde, eine neue Dimension rein: Was wir uns tatsächlich nicht leisten können, ist nichts zu machen. Denn der Klimawandel kostet uns zehn Mal mehr als die Vorbeugemassnahmen (
zum Bericht) – im Gesamten bis zu 10% des BSP.
So betrachtet, sind Umweltmassnahmen im Allgemeinen und diejenigen von Swisscom im Speziellen sehr wirtschaftlich für das Unternehmen.
Gruss Michael