Swisscom weltweit erster Unterzeichner von Stromsparzielen für Breitbandgeräte
Swisscom hat sich dazu verpflichtet, die Ziele des europäischen
Code of Conducts mit Stromsparzielen für Breitbandgeräte zu erfüllen.
Darin sind Stromsparziele für DSL-Modems und für die Geräte auf der Netzseite gesetzt. Ein tiefer Standby-Wert für beide Gerätetypen bewirkt Energie- und Kosteneinsparungen beim Kunden und im Telekomnetz.
Die Anzahl der Anwendungen, die auf einer funktionierenden Breitbandverbindung basiert, wird zunehmen:
Internet,
Fernsehen übers Internet,
Telefonie übers Internet und für die Zukunft auch die Steuerung von Geräten („Home Automation“). Energiebewusste Konsumenten werden die angeschlossenen Geräte wenn möglich ausschalten, spätestens aber bei der Telefonie übers Internet werden wegen der Erreichbarkeit dafür Grenzen gesetzt. Deshalb ist ein tiefer Standby-Verbrauch der Modems äusserst wichtig.
Mit der Verpflichtung zu den Stromsparzielen und deren Kommunikation an unsere Lieferanten zeigt sich auch eine Crux: wir sind eingebunden in eine weltweite Branche mit Lieferanten und Standards, die tiefe Standby-Werte noch wenig unterstützt. Aufgrund des Drucks aus Europa bewegen sich inzwischen aber auch Weltfirmen- und gremien. Bis zur konkreten Umsetzung in den entsprechenden Geräten können leider noch Jahre vergehen. Bis dahin wird der Konsument – mangels Hintergrundwissen – den Fehler vor allem beim eigenen Telekomanbieter suchen.
Wir können nur versprechen, dass wir unsere Lieferanten und Partner so stark unter Druck setzen, wie es eine erfolgreiche Zusammenarbeit noch erlaubt.
Res
Mensch wie Maschine müssen Standby-Modi beherrschenVielseitig engagiert …

Man könnte neuerdings den Eindruck erhalten, Swisscom sei ein Unternehmen, das gerade erst seine ersten Gehversuche im Umweltmanagement macht. Wir lernen zwar ständig dazu, aber wir sind grüner als man denkt oder nicht mehr so grün hinter den Ohren wie einige denken mögen.
Wer von den Lesenden hat gewusst, dass Swisscom…
• seit über zehn Jahren ein systematisches Umweltmanagement betreibt und als erster Telekombetreiber der Welt nach der Umweltnorm ISO 14001 zertifiziert worden ist;
• sich für den Klimaschutz einsetzt und daher eines der ersten Mitglieder der
WWF Climate Group geworden ist;
• sich gegenüber der EnAW (Energieagentur der Wirtschaft) verpflichtet hat, seine CO2-Emissionen um 17% zu senken;
• die grösste Bezügerin von Sonnen- und Windenergie in der Schweiz ist;
• durch das neue
Kühlkonzept MISTRAL in den Telefonzentralen und Basisstationen den Stromverbrauch für die Kühlung um 80% senkt und gänzlich auf Kältemittel verzichtet;
• deshalb bei internationalen Bewertungen von Telekomunternehmen bezüglich ihrer Umwelt- und Sozialleistungen hervorragend abschneidet (z.B. beim
Rating von oekom research München).
Gerne nehmen wir von Euch als Kundinnen und Kunden Anregungen zum Umweltmanagement entgegen. Denn schliesslich sind wir dazu da, Eure Erwartungen bezüglich unserem Unternehmen und unseren Produkten zu erfülllen - auch im Umweltbereich.
Albert
Einmal in die Pfanne hauen, bitte!
Rico Daniel misst und kritisiert den Stromverbrauch der BluewinTV-Settop-Box – wie’s in seinem Blog und im gestrigen heute zu lesen war. Auch die Rechnung stimmt – dieselbe haben wir vom Umweltmanagement auch gemacht.
Von der Erkenntnis zur umgesetzten Lösung ist es jedoch ein weiter Weg. Einerseits produziert Swisscom die Settop-Box nicht selber, sondern kauft diese ein – ein Produzent muss also zusätzlich bzgl. des Energieverbrauchs sensibilisiert werden. Obschon ein tiefer Stromverbrauch im Standby für die Settop-Box bereits von Anfang an auf der Wunschliste stand, konnte dieser aufgrund anderer technischer Probleme bei der Neueinführung nicht berücksichtigt werden - analoges TV konnte sich während Jahrzehnten verbessern, digitales muss gleich top sein? Wie bei jeder Weltneuheit ist davon auszugehen, dass sich Technologie und Funktionalität noch stark verbessern wird.
Dies ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass die Settop-Box heute zuviel Strom verbraucht. Daher sind wir folgendermassen aktiv geworden:
- Intensive Diskussionen mit dem Hersteller mit dem Ziel, den Stromverbrauch im Standby der Settop-Box mehr als zu halbieren. Dazu haben wir uns als bisher einzig grössere Telco-Firma mit der Unterzeichnung des europäischen Code of Conducts verpflichtet. Wir hoffen, dass die Ingenieure des Lieferanten bis im Sommer 2007 die Anforderungen umgesetzt haben.
- Sensibilisierung der Nutzer, die Settop-Box bei längerer Abwesenheit abzustellen. Dies leider mit der Einschränkung, dass während dieser Zeit keine Fernprogrammierung und keine Aufnahmen gemacht werden können.
Und in Kürze Zugabe von Sparlampen bei jeder neu verkauften Settop-Box, um den Mehrverbrauch an Strom im Haushalt zu kompensieren.
Res und Michael