2007-05-21

Solarzellen mit 140% mehr Strom pro Geldeinheit?

Von Res @ 08:20 [ Umweltthemen allgemein ]

Diese Woche nimmt ein weiteres Team von Lehrlingen von Swisscom den Bau einer Solaranlage auf einem Firmengebäude in Angriff.

Die Stadt Zürich hat uns die Erlaubnis erteilt, zu Ihrer boomenden Solarstrombörse beizutragen. Da der Strom zu einem höheren Endpreis an den Kunden weiterverkauft wird, kommt diese Anlage erstmals in den Genuss kostendeckender Einspeisevergütungen von rund 80 Rappen pro kWh.

Unseren Lehrlingen stellt sich die Frage, mit welcher Technologie am meisten Strom pro eingesetztem Geld erzeugt werden kann. Im Magazin vom letzten Samstag sind halbtransparente Solarzellen der Firma Stellaris beschrieben, die mit zwei Drittel weniger Material auskommen als handelsübliche Fabrikate, halb so teuer sind als diese und 20 Prozent mehr Strom liefern.

Das fotovoltaische Material besteht aus einzelnen dünnen Streifen, auf die dank einem raffinierten Linsensystem das Licht von einem breiten Winkel aus einfällt, so dass keine direkte Sonnenbestrahlung zur Stromproduktion erforderlich ist.

Dies ist eine der Technologiepfade, die unsere Lehrlinge verfolgen werden. Ein weiterer Pfad ist derjenige der einheimischen Firma VHF Technologies SA , die Solarzellen aus hauchdünnen Photovoltaikfolien herstellt und damit ebenfalls die Materialeffizienz herkömmlicher Solarzellen steigert.

Gespannt erwarten wir den Entscheid unserer Lehrlinge und arbeiten gleichzeitig weiter an der Energieeffizienz in und rund um Swisscom.
Res

2007-05-15

Solaranlage – von 100 auf 0 in 2.0 Jahren

Von MG @ 14:42 [ Umweltthemen allgemein ]
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Die Solaranlage, die Lernende von Swisscom und BKW auf den Business Park in Köniz gestellt haben, lädt zum Rechnen ein:
  • Kommt die Einspeisevergütung für Ökostrom mit ca. 82 Rappen pro kWh Solarstrom, so ist die Anlage in 12.5 Jahren abbezahlt – werden die Subventionen berücksichtigt, so dauert es nur noch 7 Jahre. Danach spült sie während ca. 20 Jahren jährlich CHF 5200.- in die Kasse.
  • Die Jahresproduktion reicht aus, um den Stromverbrauch von zwei durchschnittlichen CH-Haushalten zu decken.
  • Oder, und so haben die Lernenden entschieden, ein Drittel der Jahresproduktion wird dem Projekt Solartaxi gesponsert, das in einem Jahr die Welt CO2-neutral umrunden will (mehr).
  • Und zum Schluss: Die für die Produktion der Dünnschichtzellen aufgewendete Energie (=graue Energie) wird durch die Solarzelle in zwei Jahren kompensiert. Danach produziert die Anlage CO2-freien Strom (mehr).

  • Klar ist jedenfalls, dass auch Solaranlagen mittlerweile online sind.

    Michael

2007-05-08

Abwärme

Von invalid @ 13:52 [ Umweltthemen allgemein ]


Energie wird ja bekanntlich nicht wirklich verbraucht (vernichtet), sondern nur umgewandelt, und am Schluss entsteht immer Wärme. Alle elektrischen und elektronischen Geräte sind deshalb auch "Heizkörper".

Je kompakter die Geräte konzipiert und gebaut sind (z.B. Computer, Server etc.), umso mehr Wärme entsteht pro Volumeneinheit. Das führt dann schnell dazu, dass die Geräte bei alleiniger passiver Wärmeabstrahlung viel zu heiss würden und deshalb durch Ventilation oder Klimatisierung aktiv gekühlt werden müssen.

Swisscom kennt dieses Problem von ihren Vemittlungszentralen. Früher einmal wurden diese - mit erheblichem zusätzlichem Energieaufwand - durch Klimaanlagen auf 20°C hinuntergekühlt. Danach liessen wir die Betriebstemperaturen sukzessive bis 28°C ansteigen, und das heutige Kühlkonzept sieht überhaupt keine Klimatisierung mehr vor. Es wird nur noch durch Zufuhr von Frischluft gekühlt.

Dieses Konzept funktioniert jedoch nicht mehr, wenn ganze Räume mit Servern vollgepackt werden, da hier zuviel Abwärme entsteht. Weil durch das breitbandige Internet immer mehr Daten ausgetauscht und gespeichert werden, braucht es solche "Serverfarmen". Hier kann es sich aber lohnen, die Abwärme nicht nur gebäudeintern zum Heizen zu nutzen – das macht Swisscom seit jeher – sondern auch extern anzubieten. Swisscom liefert z.B. der EWZ in grossem Massstab Abwärme aus ihrer Technikzentrale in Zürich-Binz. Zur Zeit werden "Wärmebedürftige" in Zollikofen BE gesucht, wo ein neues Rechenzentrum entsteht.


Albert

2007-05-01

Volkssport CO2-Sparen

Von Res @ 16:07 [ Umweltthemen allgemein ]

Meine Tochter beginnt, Ihr erstes Sackgeld zu sparen. Sie sorgt sich, dass in der Nacht ein Dieb das Portemonnaie vom Nachttisch stehlen könnte.

Ich bin – zugegeben nach einer sicheren Deckung der Gründbedürfnisse – eher an einem geringen CO2-Belastung durch unsere Familie interessiert. Eine Solaranlage, Stromspargeräte wie funkgesteuerte Schalter oder LED-Spots, das Pendeln mit Velo oder zu Fuss oder ein Erdgas-Auto begleiten mich bei meiner Sportart, dem CO2-Sparen.
Ich bin in dieser Sportart ähnlich motiviert wie andere beim Fussball oder Tennis.

Wie könnte es gelingen, diese Art Motivation auf einen grossen Teil der Bevölkerung zu übertragen? Könnte man persönliche CO2-Konten schaffen, mit denen jeder ähnlich haushälterisch umgeht wie mit dem eigenen Budget? Wie liessen sich grosse Teile der Bevölkerung zum Betreiben eines solchen Kontos motivieren? Sind dazu einzig ökonomische Anreize fähig oder liesse sich auf einer spielerischen Art und Weise CO2-Sparen zur Volksportart anheben?

Einen erste Ansatz gibt es z.B. unter www.footprint.ch . Eine Möglichkeit wäre, dass man dieses CO2-Konto jederzeit über Handy und Internet jederzeit abrufen und aktualisieren könnte. Eine Aufgabe für Swisscom?

Res