2009-02-26

NATUR-Kongress: Die Natur der Energie - Die Energie der Natur.

Von MG @ 15:03 [ Umweltthemen allgemein ]
Ausgangspunkt des Referates von Prof. Dr. Ernst U. von Weizsäcker ist die Aussage, dass es in der Natur einen ständigen Wettbewerb um die Ressourceneffizienz gegeben hat und gibt. Schaut man sich jedoch die Entwicklung des Energieverbrauchs der Menschheit an, so beginnt man an der Richtigkeit dieser Aussage zu zweifeln. Doch der Autor von Faktor Vier hat konkrete Ideen, wie dieser scheinbare Widerspruch aufgelöst werden kann.

Alle Referate des NATUR-Kongresses


Michael

2009-02-24

Können wir bald die Antennen zusammenpacken?

Von MG @ 06:07 [ Umwelt Swisscom ]
Mon dieu, da haben französische Richter ein Exempel statuiert! Eine Mobilfunkantenne muss abgebaut werden, weil nicht nachgewiesen werden kann, dass ihr Betrieb keine Gesundheitsgefährdung darstellt. Zum Rechtsstreit war es gekommen, weil Anwohner geklagt hatten.

Das Verdikt mag freuen, wer davon überzeugt ist, dass schwache elektromagnetische Wellen hoher Frequenz (also das Trägermedium des Mobilfunks) Mensch und Umwelt Schaden zufügen. Für mich bedeutet dieser Schiedsspruch indessen eine Absage an vernünftiges auf Evidenz beruhendes Handeln und die Rechtssicherheit.

Antenne

Sie werden sagen: Klar, der muss so schreiben, weil er bei Swisscom arbeitet. Aber gestatten Sie: Was geschieht, wenn dieses Beispiel Schule macht? Ich ängstige mich über die Immissionen des Schnellimbisslokals in der Nachbarschaft, der nahen Autobahn, der Hochspannungsleitung oben am Waldrand, und die Dampffahne des Kernkraftwerks enthält vielleicht doch noch ein Quäntchen Radioaktivität. Ich klage. Die angerufenen Richter stellen sich auf die Grundlage, nichts erlaube es klar, „die negative Wirkung auf die öffentliche Gesundheit auszuschliessen“, wenn Personen den genannten Immissionen ausgesetzt sind (so verlautete aus Frankreich). Dies obgleich in tausenden von Forschungsarbeiten der Nachweis einer schädlichen Wirkung nicht erbracht werden konnte – wie dies bei Funkwellen der Fall ist.

Alle genannten Umweltsünder müssen ergo den Beweis der Unschädlichkeit erbringen, wollen sie ihre Anlagen weiter betreiben. Da dies ein Ding der Unmöglichkeit ist, werden Würstchenbude, Autobahn, Hochspannungsleitung und Kernkraftwerk bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag, geschlossen, gesperrt, stromlos und ausgeschaltet bleiben. Und dies obwohl alles nach Recht und Gesetz erstellt und betrieben wurde.

Ein Umweltexperte eines Bundesamtes kommentierte den Präzedenzfall aus Frankreich mit den Worten: „Wenn das einreist, können wir zusammenpacken.“

Ich pflichte ihm bei. Und Sie?


Jürg

2009-02-14

Molière und die Einkaufspolicy

Von MG @ 14:49 [ Umwelt Swisscom ]
Mit jedem Franken, den Swisscom für Investitionsgüter ausgibt, entscheidet sie mit, unter welchen Bedingungen die Güter produziert werden. Aus diesem Grund ist die Einkaufsabteilung ein wichtiger Partner für das Umweltmanagement. In der kürzlich verabschiedeten Einkaufspolicy habe ich mit Freude ein Zitat von Molière entdeckt: „Wir sind nicht nur für das verantwortlich, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun.“ Der Weg für eine umfassende Sichtweise im Einkaufsgeschäft ist somit geebnet. Ein Blick ins Inhaltsverzeichnis zeigt denn auch, dass Umwelt- und soziale Forderungen prominent platziert und detailliert ausformuliert sind.

In die gleiche Richtung äusserte sich Verwaltungsratspräsident Anton Scherrer anlässlich eines WWF Climate Group Statements, „die blau-rote Swisscom sei eigentlich grün.“ Damit ist natürlich nicht gemeint, dass alle Swisscom-Mitarbeitenden Öko-Fundis sind. Er stellt lediglich klar, dass auch die Umweltaspekte bzw. die Enkeltauglichkeit der Entscheidungen im Verantwortungsbereich jedes einzelnen Mitarbeitenden liegen.

Und wohin das führen kann, zeigt eine Meldung auf, die wir erst kürzlich vom Projektleiter eines Optimierungsprojekts erhalten haben: „Als erfreulichen Effekt können wir dem Umweltteam mitteilen, dass wir durch SAP-Formularoptimierungen bei den monatlichen Vertragsfakturen für Geschäftskunden eine Einsparung von ca. 22'000 A4 Seiten pro Monat gegenüber der bisherigen Lösung realisiert haben. Dies entspricht deutlich über einer Tonne Papier pro Jahr.“

Weiter so.


Michael

2009-02-02

Not in my backyard – dafür im Schrebergarten.

Von MG @ 16:25 [ Umweltthemen allgemein ]
Letztes Jahr konnte Swisscom die zurzeit strahlungsärmsten Schnurlostelefone auf dem Schweizer- Markt lancieren. Mittlerweile machen diese Modelle einen hohen Anteil an den verkauften Geräten aus und zeigen, dass Strahlung auch bei Endgeräten ein Thema ist.

Noch stärkere Emotionen wecken die 4349 Antennenstandorte, die Swisscom betreibt. Zwar benutzen mittlerweile beinahe 100% der Bevölkerung ein Handy, jedoch ist es den Anwohnern jeweils lieber, wenn die Antenne möglichst weit weg platziert wird. Aus technischen Gründen müsste die Antenne jedoch gerade möglichst nahe sein; denn dann müsste sie weniger stark senden.

Dieses Verhalten findet man jedoch auch bei anderen Anlagen, die unerwünschte Auswirkungen auf die nähere Umgebung, jedoch Nutzen für die ganze Bevölkerung haben. Beispiele sind Deponien, Abwasserreinigungsanlagen oder auch Discos; und bekannt ist es unter dem not-in-my-backyard-Syndrom.

Und genau diesen Schrebergarten nahmen die Macher der Hochschule Augsburg zum Ausgangspunkt, um die Klimastory zu erzählen und lösen damit Betroffenheit aus. In vier Minuten zeigen sie temporeich und präzise die Zusammenhänge in der Klima-Wirkungskette auf.




Viel Spass

Michael