Solidarcomm - begeistert und wirft Fragen auf.
"Am 15./16. Mai 2009 findet der nationale
Recycling-Tag statt. Das Motto: Sparsam mit Rohstoffen umgehen, Wertstoffe rezyklieren und Abfälle korrekt entsorgen. Helfen auch Sie mit und bringen Sie Ihr altes Handy in den Swisscom Shop zurück. Mit
Solidarcomm spenden Sie ihm ein zweites Leben."
Auf diese Info in unserem Kunden-Newsletter haben wir viele Kommentare erhalten. Und vielleicht sind gewisse Fragen und Antworten auch für LeserInnen des Umweltblogs von Interesse...
Wer gewinnt mit Solidarcomm?
Einerseits die Umwelt, weil funktionierende Handys bis ans Lebensende genutzt werden. Dann die Schweiz, weil die Sortierung und die Datenlöschung in einer Wiedereingliederungsstätte für Personen mit Schwierigkeiten auf dem Arbeitsmarkt in Genf gemacht werden. Und zuletzt Jugendliche in Entwicklungsländer, die durch Terre des Hommes unterstützt werden.
Was bringt’s den Entwicklungsländern?
Wo keine Telekommunikationsinfrastruktur vorhanden ist, ist es kostengünstiger gleich Mobilfunk zu bauen. Und dieser bringt abgelegenen Dörfern einen grossen Mehrwert: Sei es um die Gemüsepreise auf verschiedenen Märkten abzufragen oder um medizinische Hilfe anzufordern.
Was schaut für Swisscom raus?
Kein Geld, weil der gesamte Erlös aus dem Weiterverkauf zu 100% an TdH und die Wiedereingliederungsstätte Réalise geht. Ganz uneigennützig ist die Aktion jedoch trotzdem nicht: Wir möchten mit diesem Engagement auch zeigen, dass Swisscom im Umweltbereich aktiv ist.
Was geschieht mit meinen Daten?
Diese werden mit einer Software automatisch gelöscht. Es ist somit sicher gestellt, dass alle Kundendaten gelöscht werden.
Vertrag erneuern, aber kein neues Handy kaufen?
Das geht – und sie kriegen sogar eine Gutschrift.
Hier steht wie Sie vorgehen müssen.
Michael
Earth Day – und sie dreht sich doch.
Am 22. März war Earth Day und niemand ging hin – zumindest verlief er ziemlich unbeachtet von den Medien.
Jedoch nicht für das Umweltmanagement: Am Tag zuvor hatten wir unseren eigenen Earth Day an der GV von Swisscom. Erstmals war das Thema Nachhaltigkeit prominent vor Ort vertreten. Auf grosses Interesse bei den Aktionären stiessen dabei die strahlungsarmen
Ecomode plus Geräte und
Help Point Kurse von Swisscom. Nachhaltigkeit ist also auch in Krisenzeiten bei Swisscom durchaus ein aktuelles Thema.
Und wie sieht es im globalen Markt aus? Martin LaMonica gibt auf dem
Green Tech Blog einen guten Überblick über die neuesten Entwicklungen von nachhaltigen Technologien. In seinem Fazit kommt er jedoch ernüchtert zur Kenntnis, dass auch grüne Technologien eine florierende Wirtschaft brauchen. Etwas anders schätzt Emerald Ventures die Lage in ihrem
aktuellen Newsletter ein: But the broader message is that the fundamentals of the clean-energy sector have not changed. The year ahead is a time to grow companies until the markets begin to open up again.
Also: Gute Zeiten, schlechte Zeiten? Es scheint, als gelte v.a. ersteres für die Nachhaltigkeit.
Michael
Alternative Energien erobern Mobilfunk
Bereits vor einiger Zeit auf
pressetext erschienen, jedoch nicht minder aktuell: Ökostrom und andere "grüne" Agenden gewinnen im Mobilfunkmarkt zweifellos an Bedeutung, so das Marktforschungsunternehmen ABI Research. Die Zahl der Basisstationen, die zumindest teilweise auf alternative Energien setzen, werde dieses Jahr wohl 800.000 überschreiten. Annähernd 70 Mio. Handys dürften 2009 korrekt entsorgt oder recycelt werden. Auch die Vorstellung solarbetriebener Handys auf dem Mobile World Congress sei richtungsweisend gewesen, so ABI anlässlich der Vorstellung seines "Clean Telecoms Research Service".
Dass die Mobilfunkindustrie in Umwelt- und Energiefragen Fortschritte macht, bestätigt auch Greenpeace. "Allerdings bewegt sie sich langsam und ist anfällig für Marketing-Hype rund um 'grüne' Nischenprodukte", betont Tom Dowdall, Koordinator der "Greener Electronics"-Kampagne, gegenüber pressetext.
Und wo ein Hype ist, ist die Gefahr von
Green-Washing nicht weit.
Michael