2009-05-27

„All Ding sind Gift…“

Von CR @ 10:25 [ Unsere Branche ]
„Handys sind so schädlich wie Mikrowellenöfen. Und kein Mensch käme auf die Idee, seinen Kopf da reinzustecken.“ Dies schreibt Herr F.D. aus Hünenberg in einem Leserbrief an saldo.

Nun, schon Paracellcus wusste: „All Ding' sind Gift und nichts ohn' Gift; allein die Dosis macht, das ein Ding kein Gift ist." Es ist daher nicht erstaunlich, wenn ich auf der Website des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) lesen kann: „Aufgrund der geltenden Grenzwerte ist die Strahlung von Mobilfunktelefonen jedoch zu schwach, um gesundheitsbeeinträchtigende Temperaturerhöhungen des Gewebes zu verursachen.“ Was an diesen gegensätzlichen Statements interessiert: Ein ansehnlicher Teil der Bevölkerung glaubt weder das Eine noch das Andere.

Und genau für dieses bedeutende Marktsegment hat eine bayerische Firma ein smartes Täschchen für das Handy entwickelt. Dieses Etui ist so beschaffen, dass es die elektromagnetischen Wellen auf einer Seite durchlässt, auf der anderen aber zurückhält. Das bedeutet in der Praxis, dass man Anrufe empfangen kann, der Körper aber von den Wellen abgeschirmt wird. Ob die Abschirmung den gewünschten Effekt auch erfüllt, bleibe einmal dahingestellt. Es könnte nämlich durchaus auch sein, dass das beschriebene Säckchen die Effizienz der Antenne des Handys verringert und dadurch eine grössere Immission entsteht.

Aber braucht es dieses Etui überhaupt, um vorsorglich jedes Risiko auszuschalten? Ich denke nicht. Denn der Vorsorge wurde bereits beim Erlass der Grenzwerte für Handys Rechnung getragen. Und selbstredend halten alle in der Schweiz im offiziellen Handel angebotenen Geräte diesen Grenzwert ein. Wer sich noch das Täschchen kauft, sorgt also doppelt vor. Welche andere Technologie des täglichen Lebens nutzt man mit so viel Behutsamkeit?

Wer immer noch verunsichert ist, dem bieten sich Alternativen zur „Schutzhülle“. Nämlich einfache Verhaltensweisen zum immissionsarmen Telefonieren, wie sie vom BAG genannt werden und auch online bei Swisscom nachgelesen werden können.


Jürg

2009-05-20

Kühlen – aber richtig.

Von CR @ 08:32 [ Umwelt Swisscom ]


Fazit: Mit dem Konzept Mistral konnte ein Meilenstein im Bereich der effizienten Kühlung von Telekommunikationsräumen gesetzt werden. Mistral kühlt während des ganzen Jahres mit Aussenluft statt wie bisher üblich mit Klimaanlagen. Dadurch kann auf energieintensive Kühlsysteme mit Kompressoren und umweltschädlichen Kältemitteln verzichtet und der Stromverbrauch um 90% reduziert werden. Ausserdem lassen sich durch den Verzicht auf teure Klimaanlagen die Kapitalkosten massiv senken. Bisher hat Swisscom mehr als 250 Zentralen mit dem neuen System ausgerüstet, etwa 700 weitere werden folgen.


Michael

2009-05-15

Bringen Sie Ihr altes Handy zurück!

Von CR @ 10:00 [ Umweltthemen allgemein ]
Wer nun bereits genug von Solidarcomm gehört hat oder dahinter eine versteckte Aufforderung zum Neukauf vermutet, hat heute und morgen die Möglichkeit, seine alten Geräte an eine ‚neutrale’ Organisation zu geben. Anbei der offizielle Text der Handyrecyclingaktion im Rahmen von ‚Wahre Werte’: „In Schweizer Haushalten liegen 8 Millionen Handys ungebraucht herum. Dabei würde ihre Rückgabe Ressourcen schonen und wäre von grossem Nutzen für die Umwelt. Helfen Sie uns, Handy Recycling so selbstverständlich zu machen wie das Sammeln von Altpapier. Bringen Sie Ihr altes Gerät am 15. und 16. Mai 2009 am nationalen Aktionstag «Wahre Werte» zu einer Sammelstelle von SWICO Recycling in Ihrer Gemeinde.“


Stephanie

2009-05-13

Sind Telefonbücher eine Verschwendung?

Von MG @ 06:23 [ Umwelt Swisscom ]
Ganz sicher, wenn sie ‚ungelesen’ ins Altpapier wandern. Daher haben sich in den letzten Jahren immer wieder Kunden beim Umweltmanagement gemeldet, um die Telefonbücher abzustellen. Und abbestellen ist per Email oder Telefon einfach möglich.
Wenn nicht übers Telefonbuch, wie komme ich dann zu den Nummern, die ich brauche? Directories bietet sowohl eine Lösung für das Internet wie auch fürs Handy an.
Und was sagen Herr und Frau Schweizer dazu? Die Umfrage in 20 Minuten.


Michael

2009-05-08

Muss ICT schon bald Ressourcen sparen?

Von MG @ 12:45 [ Umweltthemen allgemein ]
Eines der Verkaufsargumente von Collaboration Services wie Telekonferenzen ist, dass mit ihnen Ressourcen eingespart werden können. Dabei handelt es sich sowohl um Treibstoffe und somit CO2 wie auch Arbeitszeit und somit Geld. Im Kommunikatometer von Swisscom können diese Einsparungen auf einfache Art und Weise berechnet werden.

Dabei geht oft gerne eines vergessen: Die Produktion der benötigten elektronischen Geräte verbraucht ebenfalls Ressourcen – und leider teilweise auch seltene. Selten bedeutet in diesem Zusammenhang, dass beispielsweise für Indium, um das sich sowohl die Displayindustrie wie auch die Solarzellen-Hersteller streiten, die Versorgung noch für maximal 20 Jahre gegeben ist (mehr).

Was können wir tun?
Substituieren, reduzieren oder reziklieren. Für Forscher ist dieser Gedanken nicht neu. Kein Wunder also, dass bereits in verschiedene Richtungen geforscht wird. So wurde in letzter Zeit verschiedentlich vom Solar-Konzentrator-Approach berichtet (Morgan Solar und SolFocus). Weiter machte ein Videobeitrag auf Youtube die Runde, der die Produktion von ultradünnen, durchsichtigen Solarzellen zeigt. Klar ist, dass damit das Problem der Knappheit nicht gelöst wird, aber es verzögert zumindest den Ausverkauf der Ressourcen.



Recycling von Stoffen wie Indium steckt noch in den Kinderschuhen. In der Schweiz werden aus den zurückgegebenen Handys lediglich Metalle mit grossem Mengenanteil wie bspw. Kupfer wieder gewonnen. Wenn jedoch die Metallpreise aufgrund der Knappheit weiter steigen, werden auch geringere Metallmengen von Interesse werden.

Fazit: ICT hilft also nicht nur Ressourcen sparen, sondern muss auch selber ressourceneffizienter werden.


Michael