Die Weltwoche – ein Knaller
| Von MG @ 08:58 | [ Umweltthemen allgemein ] |
Mit ihrer Ausgabe vom 20. August ist der Weltwoche ein richtiger Knaller geglückt. Erstens liegt diese Ausgabe am Hauptsitz in Worblaufen zu Werbezwecken kostenlos auf und zweitens geht sie mit dem Ökostrom so richtig hart zur Sache. Kein Wunder also, dass wir von Arbeitskollegen und Management-Vertretern schon des Öfteren süffisant auf diese Ausgabe angesprochen werden. Denn - wir haben ein Problem: Swisscom ist die grösste Bezügerin von Wind- und Sonnenenergie in der Schweiz.
Während der Leitartikel in bester Spaghetti-Western-Manier auf alles gezielt was irgendwie nach Öko aussieht - und dabei ziemlich konsequent daneben trifft -, geht Peter Burkhardt in „Ökologischer Alptraum“ differenzierter zu Werke.
Auf zwei Punkte möchte ich hier eingehen:
- Wind- und Sonnenenergie ist keine Bandenergie bzw. die Sonne scheint nun mal nicht in der Nacht.
- Der Fokus liegt auf der grünen Energie, damit niemand übers Energiesparen bzw. den Bau von AKW oder Gaskraftwerken sprechen muss.
Auch die Produktionskosten sollten längerfristig kein Problem sein. Denn die Lernkurve aus der Economy of scale Theorie gilt auch für Solarpanels.
Bedauerlich ist, dass Energiesparen so unsexy ist und daher niemand darüber reden will. Trotzdem haben wir uns dazu verpflichtet, die Energieeffizienz von Swisscom bis nächstes Jahr ggü. 2002 um 17% zu erhöhen. Zudem haben wir weitere Potentiale identifiziert, die eine Energiekosteneinsparung von jährlich ca. 10 Mio. CHF bringen werden. Und damit wir uns richtig verstehen: Diese Massnahmen sind auch vor dem Hintergrund einer Net present value Berechnung mit üblichen Zinswerten profitabel.
Der Haupttreiber für den Klimawandel ist der CO2-Ausstoss. Daher muss es neben der Energieeffizienz das Ziel sein, die Energie so CO2-arm wie möglich herzustellen. Die Kernkraft hat dabei aufgrund der Ökobilanz gute Karten. Ungelöst ist zurzeit die Endlagerung. In der aktuellen Klimasituation scheint mir die Kernenergie ggü. den Gaskraftwerken jedoch gesamthaft die weniger schlechte Option zu sein.
Michael
P.S.: Weitere Argumente aus Leserbriefen in der 35. Ausgabe.




