2009-08-28

Die Weltwoche – ein Knaller

Von MG @ 08:58 [ Umweltthemen allgemein ]
Gleich vorneweg: Im swisscomnature-Blog geben wir unsere persönliche Meinung wieder – so auch in diesem Post.

Mit ihrer Ausgabe vom 20. August ist der Weltwoche ein richtiger Knaller geglückt. Erstens liegt diese Ausgabe am Hauptsitz in Worblaufen zu Werbezwecken kostenlos auf und zweitens geht sie mit dem Ökostrom so richtig hart zur Sache. Kein Wunder also, dass wir von Arbeitskollegen und Management-Vertretern schon des Öfteren süffisant auf diese Ausgabe angesprochen werden. Denn - wir haben ein Problem: Swisscom ist die grösste Bezügerin von Wind- und Sonnenenergie in der Schweiz.

Während der Leitartikel in bester Spaghetti-Western-Manier auf alles gezielt was irgendwie nach Öko aussieht - und dabei ziemlich konsequent daneben trifft -, geht Peter Burkhardt in „Ökologischer Alptraum“ differenzierter zu Werke.

Auf zwei Punkte möchte ich hier eingehen:
  • Wind- und Sonnenenergie ist keine Bandenergie bzw. die Sonne scheint nun mal nicht in der Nacht.
  • Der Fokus liegt auf der grünen Energie, damit niemand übers Energiesparen bzw. den Bau von AKW oder Gaskraftwerken sprechen muss.
Dass die Produktion von Wind- und Sonnenenergie Schwankungen unterworfen ist, stimmt; jedoch nur lokal. Denn auf globaler Ebene gleicht sich das ja wieder aus. Da scheint die Sonne 24h am Tag; und das ist auch der grosse Vorteil: Die Sonnenenergie wie auch die Windenergie wird uns nicht ausgehen und eignet sich somit als langfristige Lösung. Natürlich muss dieser Strom nun transportiert werden. Da habe ich jedoch den vielleicht etwas naiven Anspruch, dass sich Ingenieure diesem Problem annehmen und Lösungen erarbeiten werden.

Auch die Produktionskosten sollten längerfristig kein Problem sein. Denn die Lernkurve aus der Economy of scale Theorie gilt auch für Solarpanels.

Bedauerlich ist, dass Energiesparen so unsexy ist und daher niemand darüber reden will. Trotzdem haben wir uns dazu verpflichtet, die Energieeffizienz von Swisscom bis nächstes Jahr ggü. 2002 um 17% zu erhöhen. Zudem haben wir weitere Potentiale identifiziert, die eine Energiekosteneinsparung von jährlich ca. 10 Mio. CHF bringen werden. Und damit wir uns richtig verstehen: Diese Massnahmen sind auch vor dem Hintergrund einer Net present value Berechnung mit üblichen Zinswerten profitabel.

Der Haupttreiber für den Klimawandel ist der CO2-Ausstoss. Daher muss es neben der Energieeffizienz das Ziel sein, die Energie so CO2-arm wie möglich herzustellen. Die Kernkraft hat dabei aufgrund der Ökobilanz gute Karten. Ungelöst ist zurzeit die Endlagerung. In der aktuellen Klimasituation scheint mir die Kernenergie ggü. den Gaskraftwerken jedoch gesamthaft die weniger schlechte Option zu sein.


Michael

P.S.: Weitere Argumente aus Leserbriefen in der 35. Ausgabe.

2009-08-26

Strahlen sollten nur Sie

Von CR @ 09:29 [ Umweltthemen allgemein ]
Die SonntagsZeitung in der Ausgabe vom 09.08.09:

Vermeiden, was vermeidbar ist: Wie Sie in Ihrem Haushalt die Strahlung elektronischer Geräte reduzieren können (mehr lesen).

Multimedia



Dabei sind mir zwei Punkte aufgefallen:
  • Bei der Lancierung unserer Ecomode plus Schnurlostelefone im letzten Herbst haben wir genau den gleichen Titel diskutiert: Strahlen sollten nur Sie. Jedoch hat uns dann in der letzten Sekunde noch der Mut verlassen.
  • Die Strahlung zu Hause ist nach wie vor ein Thema. Anbei eine Übersicht über die verschiedenen Quellen und Tipps wie die Strahlung beim Telefonieren mit dem Handy wirkungsvoll minimiert werden können.


  • Michael

2009-08-21

Wenn Umweltschutz Business wird ...

Von CR @ 07:15 [ Umweltthemen allgemein ]
... dann steigt die Versuchung zu betrügen. Das Portal Carbon Finance rapportierte kürzlich einen Fall von Steuerbetrug im CO2-Zertifikat-Handel. In England wurden anscheinend sieben Personen verhaftet, nachdem sie Steuer hinterzogen haben. Sie haben CO2-Zertifikate steuerfrei auf dem Kontinent gekauft und sie weiterverkauft mit einem MWSt, welche sie nicht an die Behörden zurück erstattet haben.

Ist das nun eine gute oder schlechte Nachricht?

Ich meine: Es ist auch eine erfreuliche Nachricht! Denn es zeigt, dass dieser Markt ernst genommen wird und dass diese hot air Verhandlung plötzlich "Kohle" produziert hat - etwas, das materiell spürbar ist.

Aber was ebenfalls klar ist: Der Betrug ist grundsätzlich nicht akzeptierbar. Zudem birgt er das Risiko, dass eine ganze Branche in Verruf kommt.

Und Sie: Sind Sie bereits klimaneutral?


Pascal

2009-08-06

Wenn Dritte über uns positiv schreiben...

Von MG @ 16:21 [ Umwelt Swisscom ]
... dann freut uns das besonders. Denn es zeigt, dass wir mit unserem Engagement auf dem richtigen Weg sind.

Jüngstes Beispiel ist eine Meldung über einen Nature Day Einsatz von Swisscom Mitarbeitenden in der Mittelland Zeitung.

Jährlich machen sich ca. 250 Mitarbeitende von Swisscom auf den Weg in ein Naturschutz-Gebiet. Die Arbeit reicht von Ausreissen von invasiven Neophyten bis hin zum Fällen von kleinen Bäumen.

Auch unser Team hat den diesjähigen Einsatz bereits hinter sich: Wir konnten in einem Biotop in Thun-Gwatt Hand anlegen. Hat Spass gemacht und das Nachtessen schmeckt anschliessend einfach besser.


Michael