2008-01-16

Das Internet – ein Stromfresser?

Von invalid @ 15:07 [ Unsere Branche ]


In letzter Zeit ist viel vom Stromverbrauch des Internets die Rede. Das geht bis zum "Klimakiller Internet". So wird beispielsweise auf den hohen Stromverbrauch für Google-Anfragen hingewiesen:

Eine Suchanfrage = Eine Stunde Licht mit einer 11 Watt-Energiesparlampe.

Es ist sicher gut, dass man sich dieser Problematik bewusst ist. "Googeln" zum Zeitvertreib ist ein energieintensives Hobby. Aber googeln bedeutet auch eine enorme Einsparung von Papier und Zeit. Die Alternative wäre nämlich eine äusserst umfangreiche Bibliothek mit täglicher Erneuerung und Ergänzung des Bestandes. Allein Wikipedia ersetzt einem die gesamte Encyclopaedia Britannica und andere Nachschlagewerke und dies bei gleicher oder sogar besserer Qualität.

Google selbst ist an einer sicheren und umweltverträglichen Energieversorgung interessiert und fördert mit eigenen Anlagen – wie Swisscom – die Solarenergie. Deutliche Verbesserungen sind auch bei den Servern zu erwarten, die IT-Branche arbeitet intensiv an Energieeinsparungen.


Albert


Kommentare

tobias
2008-01-28 09:28:06

hier kann man energiesparender "googlen" ;)

http://www.blackle.com/

Albert Kuhn - albert.kuhn [at] swisscom.com
2008-01-28 09:43:41

Gute Idee, danke für den Hinweis.

Albert

Helmut Hagemann - mail [at] fo-kus.info - http://www.ecoshopper.de
2008-02-04 21:12:00

Inzwischen gibt es eine Reihe atomstromfreier Server und Mail-Anbieter, so z.B. AF-I von Greenpeace, oder auch biohost.de und biomail.de und greensta.de. Sehr zu empfehlen. Zudem geben große Rechenzentren an, inzwischen atomstromfrei zu wirtschaften. Das wird angezweifelt, Stichwort RECS

Albert Kuhn - albert.kuhn [at] swisscom.com
2008-02-05 17:55:54

Atomstromfrei ist gut und recht, zielt aber an der CO2-Problematik vorbei. Bei der Stromerzeugung sollte man vor allem von den fossilen Energieträgern (Kohle, Erdöl, Erdgas) wegkommen. Die Schweiz steht diesbezüglich noch relativ gut da, global gesehen ist die fossile Stromerzeugung jedoch der Hauptverursacher für CO2.

So oder so: Es braucht die neuen erneuerbaren Energien (Biomasse, Wind, Sonne, Geothermie etc.). Swisscom fördert dies mit dem jährlichen Bezug von 13 GWh naturemade star-Oekostrom, dem strengsten Qualitätslabel in der Schweiz.

Albert

Lars-Helge Wilbrandt - info [at] biohost.de - http://www.biohost.de
2008-03-06 17:10:40

Wenn man ausschließlich den CO2-Ausstoß betrachtet, sind die fossilen Energieträger natürlich das größte Problem. Bei biohost.de verwenden wir deshalb ausschließlich Energie aus erneuerbaren bzw. nachhaltigen Energieträgern. Also Wind-, Wasser- und Solarenergie. Für unsere gesamte Technik wird Strom von Greenpeace-Energy e.G. verwendet und über die aktuelle Zusammensetzung des Strommixes kann man sich unter www.greenpeace-energy.de informieren. Wir finden aber, dass Nachaltigkeit viel weiter gehen muss. Also nur die Frage nach der Energie bzw. CO2-Ausstoß zu stellen ist kurzsichtig. Vielmehr muss man die Problematik ganzheitlich betrachten. Wie wird die Technik produziert, wie wird sie wieder entsorgt und welche Arbeitsbedingungen herrschen dabei für die Beschäftigten. Ganz zu schweigen von einer gerechten Entlohnung etc. Also man sieht sehr schnell, dass es da noch viel zu tun gibt.

Lars-Helge Wilbrandt

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