Es tut sich was im Handybereich. Telecom TV bietet eine gute Übersicht in ihrer Green Episode Reihe.
Und wer nicht auf die Geräte warten und bereits heute eine einfache Lösung für das Standby-Problem will, kann es mit den funktionalen Funksteckern versuchen.
„Handys sind so schädlich wie Mikrowellenöfen. Und kein Mensch käme auf die Idee, seinen Kopf da reinzustecken.“ Dies schreibt Herr F.D. aus Hünenberg in einem Leserbrief an saldo.
Nun, schon Paracellcus wusste: „All Ding' sind Gift und nichts ohn' Gift; allein die Dosis macht, das ein Ding kein Gift ist." Es ist daher nicht erstaunlich, wenn ich auf der Website des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) lesen kann: „Aufgrund der geltenden Grenzwerte ist die Strahlung von Mobilfunktelefonen jedoch zu schwach, um gesundheitsbeeinträchtigende Temperaturerhöhungen des Gewebes zu verursachen.“ Was an diesen gegensätzlichen Statements interessiert: Ein ansehnlicher Teil der Bevölkerung glaubt weder das Eine noch das Andere.
Und genau für dieses bedeutende Marktsegment hat eine bayerische Firma ein smartes Täschchen für das Handy entwickelt. Dieses Etui ist so beschaffen, dass es die elektromagnetischen Wellen auf einer Seite durchlässt, auf der anderen aber zurückhält. Das bedeutet in der Praxis, dass man Anrufe empfangen kann, der Körper aber von den Wellen abgeschirmt wird. Ob die Abschirmung den gewünschten Effekt auch erfüllt, bleibe einmal dahingestellt. Es könnte nämlich durchaus auch sein, dass das beschriebene Säckchen die Effizienz der Antenne des Handys verringert und dadurch eine grössere Immission entsteht.
Aber braucht es dieses Etui überhaupt, um vorsorglich jedes Risiko auszuschalten? Ich denke nicht. Denn der Vorsorge wurde bereits beim Erlass der Grenzwerte für Handys Rechnung getragen. Und selbstredend halten alle in der Schweiz im offiziellen Handel angebotenen Geräte diesen Grenzwert ein. Wer sich noch das Täschchen kauft, sorgt also doppelt vor. Welche andere Technologie des täglichen Lebens nutzt man mit so viel Behutsamkeit?
Wer immer noch verunsichert ist, dem bieten sich Alternativen zur „Schutzhülle“. Nämlich einfache Verhaltensweisen zum immissionsarmen Telefonieren, wie sie vom BAG genannt werden und auch online bei Swisscom nachgelesen werden können.
Bereits vor einiger Zeit auf pressetext erschienen, jedoch nicht minder aktuell: Ökostrom und andere "grüne" Agenden gewinnen im Mobilfunkmarkt zweifellos an Bedeutung, so das Marktforschungsunternehmen ABI Research. Die Zahl der Basisstationen, die zumindest teilweise auf alternative Energien setzen, werde dieses Jahr wohl 800.000 überschreiten. Annähernd 70 Mio. Handys dürften 2009 korrekt entsorgt oder recycelt werden. Auch die Vorstellung solarbetriebener Handys auf dem Mobile World Congress sei richtungsweisend gewesen, so ABI anlässlich der Vorstellung seines "Clean Telecoms Research Service".
Dass die Mobilfunkindustrie in Umwelt- und Energiefragen Fortschritte macht, bestätigt auch Greenpeace. "Allerdings bewegt sie sich langsam und ist anfällig für Marketing-Hype rund um 'grüne' Nischenprodukte", betont Tom Dowdall, Koordinator der "Greener Electronics"-Kampagne, gegenüber pressetext.
Und wo ein Hype ist, ist die Gefahr von Green-Washing nicht weit.
Green ICT ist mittlerweile weltweit ein Thema. Frau Greene, CEO von GetIT, spricht über die Herausforderungen und Chancen von ICT im Rahmen des Klimawandels. Dabei spricht sie u.a. über die Kühlung von Datenzentren, Green Services und Green Washing.
Im Berufsalltag mit Geschäftsreisen, Fachtagungen und Meetings ist schnell vergessen, dass das Reisen massive Auswirkungen auf die Umwelt hat. Für umweltbewusste Unternehmen stellt sich daher die Frage, ob sie immer überall physisch dabei sein müssen oder ob - moderne Informations- und Kommunikationstechnologien machen es möglich - sie auch virtuell teilnehmen können. Und ob dabei tatsächlich weniger klimaschädliche Gase in die Atmosphäre geblasen werden. Denn auch Server, Computer und Co. brauchen Energie. Mit Ökobilanzstudien und der «ecoinvent»-Datenbank vergleichen Empa-Forscher, wo welche Umweltbelastungen auftreten.
Auch unser Umweltpartner WWF Schweiz ist vom Potential überzeugt und setzt neu auf diese Green Services. Ab sofort setzt WWF Schweiz auf Swisscom-Lösungen im Bereich Homeworking und Teleconferencing.
In Fokusgruppengesprächen haben wir gelernt, dass das Thema Elektronikschrott unsere Kunden bewegt und sie sich fragen, was Swisscom in diesem Bereich macht; gefolgt von der Frage, weshalb Swisscom mit ihrem Marketing ihre Kunden praktisch zwingt, ihre Geräte nach zwei Jahren auszutauschen. Mit Solidarcomm und einem Kundenprogramm bei Vertragsverlängerung haben wir zwei gute Antworten darauf.
Es gibt jedoch Überlegungen, die wesentlich weiter gehen:
Für den Telco-Markt könnte das bedeuten, dass die Endgeräte z.B. nur noch zur Miete an die Endkunden abgegeben werden. Die Geräte bleiben im Besitz der Hersteller. Und somit haben diese haben ein Interesse, den gesamten Lebenszyklus zu optimieren. Oder die Geräte werden modular aufgebaut. Kommt z.B. ein verbessertes Kamera-Modul, so kann das alte einfach ausgewechselt werden, ohne dass gleich das ganze Gerät entsorgt werden muss.
Ich bin gespannt, in welche Richtung sich der Markt entwickelt.
Während vieler Jahre waren in mobilen Geräten NiCd-Akkus im Einsatz, die den sogenannten Memory-Effekt aufwiesen – eine höchst lästige Erscheinung. Sie hatte zur Folge, dass diese Akkus immer vollständige Entlade/Lade-Zyklen durchlaufen mussten, andernfalls büssten sie einen Teil ihrer Kapazität ein. So musste man zum Beispiel den Rasierapparat noch mit letzter Kraft an den Barthaaren rupfen lassen. Moderne NiCd-Akkus weisen diesen Effekt glücklicherweise nicht mehr auf.
Bei den heutigen mobilen Geräten wie Laptop, Handy und iPod, die sehr robust und v.a. leicht.sein müssen, kommt eine andere Akku-Technologie zum Einsatz: der Li-Ion-Akku. Diese zeichnen sich durch eine sehr hohe Energiedichte aus.
Auch wenn der Memory-Effekt wegfällt, reagieren die Akkus trotzdem auf die Umgebungsbedingungen. Es gibt Tipps, wie die Lebensdauer verlängert werden kann - denn nichts ärgert mehr als ein Handy-Akku, der noch gerade für ein kurzes Telefon reicht. Mehr zu diesen Tipps auf folgender Seite: www.akkuinfo.ch
In letzter Zeit ist viel vom Stromverbrauch des Internets die Rede. Das geht bis zum "Klimakiller Internet". So wird beispielsweise auf den hohen Stromverbrauch für Google-Anfragen hingewiesen:
Eine Suchanfrage = Eine Stunde Licht mit einer 11 Watt-Energiesparlampe.
Es ist sicher gut, dass man sich dieser Problematik bewusst ist. "Googeln" zum Zeitvertreib ist ein energieintensives Hobby. Aber googeln bedeutet auch eine enorme Einsparung von Papier und Zeit. Die Alternative wäre nämlich eine äusserst umfangreiche Bibliothek mit täglicher Erneuerung und Ergänzung des Bestandes. Allein Wikipedia ersetzt einem die gesamte Encyclopaedia Britannica und andere Nachschlagewerke und dies bei gleicher oder sogar besserer Qualität.